Samuel Salzborn






Heimatrecht und Volkstumskampf


Samuel Salzborn:
Heimatrecht und Volkstumskampf. Außenpolitische Konzepte der Vertriebenenverbände und ihre praktische Umsetzung. Mit einem Vorwort von Wolfgang Kreutzberger
Offizin Verlag: Hannover 2001, 304 Seiten.

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Pressestimmen

"Die trotz ihres durchaus kritischen Impetus sehr sachliche Arbeit zeichnet einerseits die Veränderungen in den außenpolitischen Konzepten der Vertriebenenverbände nach und beleuchtet andererseits deren praktische Politik und Einflussnahme. Diese wird vor dem Hintergrund der bundesdeutschen sowie der völkerrechtlichen Rahmenbedingungen ausgeleuchtet und zudem beispielhaft anhand der konkreten Aktivitäten in Polen detailliert nachgezeichnet."
Zeitschrift für Politikwissenschaft

"Ausgezeichnetes Standardwerk"
konkret

"Die Studie stützt sich auf erstmals ausgewertete Quellen und bindet die Analyse der Vertriebenenideologie in die Diskussion der politisch-gesellschaftlichen, völkerrechtlichen und internationalen Entwicklungen ein. Dabei deutet der Autor angesichts des völkischen Instrumentariums der Volksgruppenrechte auf die ideologische Renaissance des Pangermanismus hin. Betrieben wird er auf dem universalistischen Hinterland der kulturellen Menschenrechte."
Die Brücke. Forum für antirassistische Politik und Kultur

"Salzborns Buch bietet, über den engeren Gegenstand hinaus, reichhaltiges Material für anregende Diskussionen."
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

"Es gibt kaum eine Äußerung von Sprechern der Landsmannschaften und den jeweiligen Präsidenten des Bundes der Vertriebenen, die nicht kritisch zerfetzt wird, um den Nachweis für die aufziehende Bedrohung des Status quo zu erbringen."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Samuel Salzborn liefert mit seinem Buch 'Heimatrecht und Volkstumskampf' eine grundlegende Analyse der Implikation eines von den 'Vertriebenen' postulierten 'Heimatrechts' für eine aktive 'Außenpolitik' der 'Vertriebenenverbände'. Dieses von den 'Vertriebenenverbänden' einfordernd artikulierte 'Recht auf die Heimat' bedeutet - wie Salzborn eindrucksvoll belegt - in der Praxis nichts anderes als 'Volkstumskampf'. Das 'Recht auf die Heimat' ist nichts dem Frieden und einer so genannten Völkerverständigung Dienendes, wie die Wortführer der 'Vertriebenenverbände' immer wieder behaupten, sondern bildet die Grundvoraussetzung für die Partikularisierung von Territorien souveräner osteuropäischer Staaten entlang völkisch bestimmter Kategorien. "
Der Rechte Rand

"Diese Untersuchung ist ein hervorragendes Beispiel für Überlegungen zu nichtstaatlichen Akteuren der inneren Politik des modernen Europa und für die Gefahr, die von Reethnisierungen ausgeht."
Schurnali Sal (russ.)


Inhaltsverzeichnis

I. Inhalt

II. Vorwort

III. Einleitung

IV. Die Außenpolitischen Konzepte der Vertriebenenverbände

 IV.1. Die Entwicklung bis 1989/90
   IV.1.1. Die Entstehung des außenpolitischen Ansatzes
   IV.1.2. Taktische Weiterentwicklungen
   IV.1.3. Theoretische Modifikation
   IV.1.4. Die Phase der Neuen Ostpolitik
   IV.1.5. Barriere Ostblock
   IV.1.6. Außenpolitische Grundlagen

 IV.2. Die Entwicklung seit 1989/90
   IV.2.1. Lavieren zwischen zwei Extremen
   IV.2.2. Konflikt um die deutsch-polnische Grenze
   IV.2.3. Reaktionen auf die Grenzbestätigung
   IV.2.4. Exkurs: Die Rolle der Aussiedlerpolitik
   IV.2.5. Abstrakte Forderungen werden konkret
   IV.2.6. Die Spaltung des Führungsduos Czaja/Koschyk
   IV.2.7. Die Differenz zwischen Polen und der CSFR
   IV.2.8. Detaillierte Planungen und konkrete Politik
   IV.2.9. Der Kampf gegen die Aufklärung
   IV.2.10. Exkurs: Über deutsche Offenheiten
   IV.2.11. Kontinuitätswahrung und EU-Osterweiterung
   IV.2.12. Ethnische Parzellierung

V. Die praktische Umsetzung der Vertriebenenkonzepte

 V.1. Bundesdeutsche Rahmenbedingungen
   V.1.1. Grundlagen deutscher Außenpolitik seit 1989/90
   V.1.2. Grenzfrage und Minderheitenrechte
   V.1.3. Bundespolitik und Vertriebenenverbände
   V.1.4. Finanzielle und ideelle Protektion

 V.2. International-völkerrechtliche Rahmenbedingungen
   V.2.1. United Nations
   V.2.2. KSZE/OSZE
   V.2.3. Europäisches Parlament
   V.2.4. Europarat
   V.2.5. Völkische Tendenzen

 V.3. Die außenpolitischen Operationsfelder: Beispiel Polen
   V.3.1. Historischer Hintergrund
   V.3.2. Politische Entwicklung
     V.3.2.1. Administrative Modifikationen
     V.3.2.2. Repräsentanz und Partizipation
     V.3.2.3. Kooperation mit den Vertriebenenverbänden
   V.3.3. Soziokulturelle Entwicklung
   V.3.4. Ökonomische Entwicklung
   V.3.5. Minderheitenkonstruktion und Volkstumskampf

VI. Völkischer Partikularismus

VII. Abkürzungsverzeichnis

VIII. Literaturverzeichnis
 VIII.1. Unveröffentlichte Quellen/Archivalien
 VIII.2. Veröffentlichte Quellen/Literatur