Samuel Salzborn






"Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie"


Samuel Salzborn:
Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie
Nomos: Baden-Baden 2014, 216 Seiten

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In der Antisemitismusforschung spielen historische, theoretische und empirische Dimensionen eine zentrale Rolle, weil nur in ihrer Integration Antisemitismus als politisches und gesellschaftliches Phänomen begreifbar wird.
Der Band stellt insofern zentrale Erkenntnisse der Antisemitismusforschung in allen drei Bereichen dar, wobei der Fokus im empirischen Bereich auf der jüngeren Vergangenheit liegt. Die in dem Band zusammengestellten Aufsätze aus den letzten zehn Jahren beleuchten dabei aus jeweils variierendem Blickwinkel die Entstehung und Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland und Europa.

Pressestimmen

"Umfangreiche Studie zum Thema Antisemitismus"
Jüdische Allgemeine

Es ist ein Verdienst dieses Buches, dass es wichtige Problemfelder aufzeigt und [...] zu weiterführenden Forschungen anregt."
H-Soz-u-Kult

"Wo sich viele Germanisten in erbarmungswürdig anmutenden Eiertänzen winden, liefert der Göttinger Sozial- und Politikwissenschaftler Samuel Salzborn seit vielen Jahren Klartetxt. […] Das Buch versammelt Texte, die schon einmal veröffentlicht wurden und sich heute oftmals wie Prophezeihungen von Zuständen lesen, die mittlerweile unerträglicher Alltag geworden sind."
literaturkritik.de

"Die Zuordnung der einzelnen Beiträge zu den thematischen Blöcken Geschichte, Theorieund Empirieist durchaus nachvollziehbar, tatsächlich durchziehen aber sowohl theoretische Überlegungen als auch historische sowie aktuelle empirische Befunde eine Vielzahl der Artikel. [...] Wenngleich manche Texte bereits vor einem Jahrzehnt geschrieben wurden, lohnt sich ihre (nochmalige) Lektüre, denn kaum eine empirische Beobachtung Salzborns scheint etwas von ihrer Gültigkeit verloren zu haben."
Portal für Politikwissenchaft

Inhaltsverzeichnis

I. Historische Kontextualisierungen

Die Genese des Antisemitismus in Europa

Ausschluss auf Augenhöhe. Das Verhältnis Jean-Jacques Rousseaus zum Judentum war ambivalent

Antisemitismus und nationaler Opfermythos. Zur Politischen Psychologie eines geschichtspolitischen Kontextes

Antizivilisatorische Affektmobilisierung. Zur Normalisierung des sekundären Antisemitismus

Aufmarsch in den Köpfen. Sollten Straßen, die an Antisemiten erinnern, umbenannt werden?

Die Verstörung ertragen


II. Theoretische Reflexionen

Antisemitismus und Nation. Zur historischen Genese der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung

Antisemitismustheorien und Gender

Israelkritik oder Antisemitismus? Kriterien für eine Unterscheidung

Die Angst vor dem Abstrakten. Antisemitismus und Antikapitalismus

Symbole kollektiver Eindeutigkeit. Zum antisemitischen Gehalt von Ungeziefer-Metaphern


III. Empirische Befunde

Halbierte Empathie. Antisemitische Schuldprojektion und die Angst vor der eigenen Vergangenheit

Latenter Antisemitismus

Antisemiten als Koalitionspartner? Die Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit

Katholischer Antisemitismus